Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, beim Austausch Ihrer Hardware auf generalüberholte Produkte zurückzugreifen? Abgesehen vom nicht zu verachtenden Kostenfaktor tragen Sie damit u.a. auch noch einen Teil für mehr Nachhaltigkeit auf unserem Planeten bei. Was es mit Refurbishment auf sich hat und warum ein zunehmender Trend zur Wiederaufbereitung im IT Bereich erkennbar ist, beleuchten wir in diesem Artikel. Zusätzlich gibt uns Christopher Sweetsir, Experte bei Techbuyer, im zweiten Artikel ausführliche Antworten auf unsere Fragen.

Die Großen machen es vor

Große Unternehmen wie Google, Cisco und Apple gehen mit gutem Beispiel voran. Dabei setzt Google in Sachen Systemaktualisierungen oder auch Reparaturen in ihren Rechenzentren auf ältere Server, Speicher und Netzwerk-Komponenten. Demgegenüber hat Cisco sein Refurbishment-Geschäft für ähnliche Produkte unter dem Namen Cisco Refresh  zusammengefasst. Apple macht gute Geschäfte mit Refurbishment und nimmt mit wiederaufbereiteten Smartphones den Kampf mit der Billigkonkurrenz auf.

Wie lukrativ ist Refurbishment für Betreiber von Rechenzentren?

Auch für die Betreiber von Rechenzentren kann Refurbishment eine lukrative Angelegenheit sein. Allerdings konzentrieren sich die Unternehmen bisher vornehmlich auf den Faktor Energieverbrauch. Doch der wirtschaftliche Umgang mit Server-Ressourcen bringt für die Effizienz eines Rechenzentrumsbetreibers weitaus mehr. Die Umsetzung ist mit den richtigen Lieferanten denkbar einfach, schnell und unkompliziert.

So funktioniert’s

Im Zuge des Refurbishment werden die Geräte von Spezialisten wieder auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. Dabei reicht das Portfolio von einfachen Speichersticks bis hin zu komplett konfigurierten Servern. Im Falle von Festplatten z.B. funktioniert die Löschung der Daten mittels einer speziellen Software. Außerdem gehören auch eine visuelle Prüfung und eine Reinigung zum Procedere. Ein umfangreicher Diagnosetest versteht sich natürlich von selbst. Im Falle von Servern sieht es folgendermaßen aus: Diese zerlegt man komplett in ihre einzelnen Bestandteile. Dies wird akribisch nach Spezifikation und Artikelnummer sortiert. Dann gibt es zwei Möglichkeiten für Käufer: Sie können die Teile einzeln erwerben oder aber nach Ihren individuellen Wünschen zusammenstellen. Viele Unternehmen bieten zudem noch zusätzlich maßgeschneiderte Support Services an.

 

Keine Angst vor dem Gebrauchten

Viele Käufer schrecken bei dem Gedanken an die Wiederverwendung bereits genutzter Hardware zurück. Sie greifen lieber auf Neuware zurück. Zu groß ist die Sorge, was man sich mit den „Gebrauchten“ noch ins Haus respektive ins Rechenzentrum holen könnte. Da wäre z.B. die Befürchtung mangelnder Qualität (Daten, Viren etc.) oder fehlender Umtauschrechte. Doch diese sind völlig unbegründet. Wie immer, hier ist die richtige Verkäuferwahl entscheidend.

Wichtige Auswahlkriterien

  • Standardmäßige dreijährige Garantiegewährungen
  • Qualitätskontrolle (Prüfzertifikate wie ISO)
  • Inventargröße des Anbieters (wichtig für möglichst kurze Lieferzeiten)

Wo lohnt sich die Alternative wiederaufbereiteter Hardware?

Gebrauchte Hardware eignet sich z.B. hervorragend als Ausfallsicherung und als Backup-Möglichkeit. Auch im Edge Computing werden die Geräte häufig wiederverwertet.

 

Das Beste kommt zum Schluss

Mit über 81 % Kosteneinsparungen wird beim Kauf eines aufbereiteten Gerätes geworben. Das kann sich sehen lassen. Dennoch wollten wir mehr wissen und freuen uns, dass uns Christopher Sweetsir für Fragen im zweiten Teil des Artikels  und in unserem Forum zur Verfügung steht.

 

 

 

 

 

Wiederaufbereitung – wachsender Trend im Rechenzentrum

 

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